FCD holt den ersten Dreier gegen TSV Wankendorf
 
Ein Spiel, vor dem beide Mannschaften unter erheblichem Druck und Zugzwang stehen, stellt nur selten einen fußballerischen Hochgenuss in Aussicht. Im Aufsteigerduell zwischen dem FC Dornbreite und dem TSV Wankendorf kamen die immerhin fast 300 Zuschauer zumindest phasenweise in diesen Genuss. So nahmen beide Seiten, je nach Betrachtungsweise, durchaus Positives für sich mit.
Für den FCD ging es natürlich in erster Linie darum, sich nach sechs sieglosen Spielen endlich das ersehnte Erfolgserlebnis, sprich den ersten Oberliga-Sieg, zu holen. Und das ist mit dem 4:1 (3:0) gelungen. Selbstverständlich war auch das Wankendorfer Lager auf etwas Zählbares aus, doch hier war für den vor knapp zwei Wochen zurückgeholten Trainer Torsten Block zunächst wichtig, dass sich seine Mannschaft leistungstechnisch ein weiteres Stück an das Oberliganiveau herantastet.
Und das sei laut Block in Lübeck, wenn auch nicht über die gesamte Spielzeit, gelungen: „In der Anfangsviertelstunde klappte das noch gar nicht. Und so lagen wir dann auch mit 0:3 zurück, wir mussten unser gerade geändertes System wieder von 3-5-2 auf 4-4-2 umstellen. Es wurde das deutlich, was den Jungs bisher gefehlt hat. Nämlich der Mut und das Selbstvertrauen, in die Zweikämpfe zu gehen. Oder offensiven Druck auszuüben und so zu Abschlüssen zu kommen.
Später, vor allem in der zweiten Halbzeit wurde das um einiges besser.“Umgekehrt sieht Dornbreites Coach Sören Warnick gerade die ersten 15 Minuten als erfolgreiche Umsetzung dessen, was er und Co-Trainer Sascha Strehlau Woche für Woche von ihren Schützlingen erwarten: „Wir wussten um die Wankendorfer Schwächen und haben zu Beginn bedingungslos auf Sieg gespielt. Leider fielen wir danach immer wieder in alte Verhaltensmuster zurück, aber heute stand an erster Stelle wirklich, dass wir hier gewinnen. Und das haben wir geschafft.“
Natürlich hätte es Warnick gerne gesehen, wenn der FCD den Druck nach den drei frühen Toren aufrechterhalten hätte. Und so wäre in der 25. Minute tatsächlich fast das 4:0 gefallen, nachdem Piet Berehns einen langen Abschlag von Przemyslaw Szymura aufnahm, dann aber nur den Pfosten traf.
Abgesehen von dieser Szene hakte es allerdings im Lübecker Spiel. Warnick: „Wir haben uns wieder unsere berüchtigten 15 Minuten genommen, die dieses Mal glücklicherweise aber ohne Folgen geblieben sind. Ich habe der Mannschaft in der Kabine gesagt, dass wir in dieser Phase kein Gegentor kassiert haben. Auch das ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.“
Nach einer knappen Stunde sah das wieder ein wenig anders aus: Kolja Schlichte hatte gerade das 4:0 erzielt, da luden die Dornbreiter ihren Gegner auch schon wieder zum Gegenangriff ein. So gelang Philipp Dittkuhn der Wankendorfer Ehrentreffer.
Im Vergleich zur letzten Woche, als Risum-Lindholm zwei Dornbreiter Führungstore prompt ausglich, hatte dieser Makel dieses Mal keine weiteren Auswirkungen. Das Lübecker Überzahlspiel nach der Roten Karte gegen Wankendorfs Maurice Borgert (grobes Foulspiel an Marvin Worreschck) brachte keine weiteren Höhepunkte.
 
18.09.2017
 
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Das Warten auf den ersten Sieg: Es bleibt uns nichts anderes übrig, als uns weiter in Geduld zu üben
 
Es ist eigentlich doch ganz einfach... Du steigst in den Bus, fährst deine Kilometer bis zum Ziel, das heute in Risum-Lindholm lag. Auf der Fahrt machst du dir Gedanken, wie es am besten zu bewerkstelligen ist, endlich den ersten Saisonsieg einzufahren. Du gehst aufs Feld, du scheinst dein Vorhaben umsetzen zu können. So heute beim SV Frisia 03, wo du zwei Mal in Führung gehst und am Ende mit leeren Händen dastehst; und bei drei anderen der bisherigen sechs Spiele, die du ausgetragen hast... Führung beim PSV Neumünster > Endergebnis immerhin 2:2; ebenfalls zweimalige Führung gegen den SV Eichede > bitterböse 3:5-Niederlage; 2:0-Führung in Schilksee > auch hier wenigstens noch eine Punkteteilung. Auch beim 0:1 gegen den SV Todesfelde ist mit etwas mehr Glück ein wenig mehr möglich. Einzig die 0:2-Niederlage bei Inter Türkspor Kiel entsprach tatsächlich dem Spielverlauf, war auf Grund der ersten Halbzeit sogar schmeichelhaft.
 
Kein Wunder also, dass der Druck nach fünf sieglosen Spielen noch einmal angewachsen ist. So wie er nach jedem erfolglosen Wochenende steigen wird. So, wie er auch heute nach dem einfach nur enttäuschenden und unnötigen 2:3 (1:1) in Risum-Lindholm vermehrt auf den Schultern jedes einzelnen Teammitgliedes lastet.
 
Ob es jetzt Fluch oder Segen ist, am kommenden Samstag gegen eine der beiden Mannschaften zu spielen, die noch schlechter dastehen als wir, wird sich ab 15 Uhr zeigen. Wir empfangen den TSV Wankendorf, ebenfalls in die Oberliga aufgestiegen und bisher noch ohne jeden Punktgewinn. Das macht es verführerisch einfach zu sagen, wenn nicht jetzt wann dann? Es wird entscheidend sein, welches der beiden Teams mit der Belastung besser umzugehen weiß.
 
Das heutige Spiel in Risum-Lindholm noch einmal kurz von unserem heutigen Cheftrainer Sascha Strehlau (Sören "Schotte" Warnick war dienstlich verreist) zusammengefasst: "Vom Gefühl her haben wir hier gewonnen, das Ergebnis sagt leider etwas anderes. Eigentlich kann ich unserer Mannschaft heute keinen Vorwurf machen. Es wurde alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir hätten aber in den ersten 20 Minuten bereits zwei Tore machen müssen. Danach haben wir dann für eine Viertelstunde den Faden verloren, uns aber noch vor der Pause wieder ins Spiel gekämpft und weitere Chancen gehabt. Die zweite Halbzeit bestimmen wir dann klar, lassen aber auch hier einiges an Möglichkeiten liegen. Nach Basti Hennings Treffer zum 2:1 sollten wir eigentlich wieder auf dem richtigen Weg sein, kassieren aber leider wieder postwendend den Ausgleich. Auch danach spielen wir weiter auf Sieg, bis zur 85. Minute... Die Rote Karte war einfach dumm und unnötig. Was sich Julian Brückner dabei gedacht hat, dafür habe ich keine Erklärung. Das war ein Bärendienst, den er der gesamten Mannschaft erwiesen hat. Wir haben eigentlich ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht und stehen wieder mal mit leeren Händen da."
 
10.09.2017
 
 
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2:2 nach 2:0-Führung - Ärgerlich, aber es geht wieder aufwärts!!!
 
Viertes Spiel, zum vierten Mal nicht gewonnen. Soweit das Negative zum Gastspiel beim TSV Schilksee, der seinerseits bisher noch kein Spiel verloren hat. Nach 90 spannenden Minuten trotzten wir den favorisierten Kielern einen mehr als verdienten Punkt ab und standen in diesem Duell wahrscheinlich noch dichter vor dem ersten Sieg als zuvor.
 
Der Unparteiische Christopher Horn hatte das Spiel gerade angepfiffen, da landete die erste Ballstafette beim erstmals von Anfang an spielenden Julian Brückner. Unser Neuzugang nutzte den Platz auf der rechten Seite und lief den verdutzten Schilkseer Gegenspielern auf und davon. So nahm er Maß und flankte ungehindert in Richtung Bastian Henning. Dieser schloss per Kopfball zu seinem dritten Saisontreffer ab. Und es ging weiter, unser Team machte Druck und drängte auf das 2:0. Die achte Minute: Eckball Piet Behrens auf den kurzen Pfosten. Kolja Schlichte kommt an den Ball, trifft aber nur den Innenpfosten (Pfosten und Latte sind in dieser Saison bis heute nicht unsere Freunde). Dieses Mal ist das Glück auf unserer Seiten, der Abpraller landet genau vor den Füßen unseren Abwehrrecken Jonathan Marschner, was dieser cool zum 2:0 nutzte.
 
Es war jetzt nicht so, dass sich unsere Jungs zurücklehnten. Wenn es optimal läuft, legen wir noch einen oder gar zwei Treffer nach. So aber war der TSV Schilksee nach einer Viertelstunde wieder im Geschehen. Ein Handspiel Jonathan Marschners hatte den absolut berechtigten Elfmeter zur Folge. Bei diesem ließ Sascha Iwers unserem Keeper Przemyslaw Szymura keine Abwehrmöglichkeit.
Leider war es so, dass wir schon wie beim 0:1 gegen Todesfelde mit der letzten Aktion der ersten Halbzeit einen Gegentreffer kassierten. Mit den Köpfen wieder ein wenig zu früh in der Kabine nutzte Franko Milbradt einen Konter zum 2:2.
 
Würde es wieder solch ein Drama wie gegen Eichede geben? Zunächst sah es jedenfalls nicht gut aus. Der späte Gegentreffer saß in den Köpfen, das war nicht zu übersehen. Diese kritische Phase hielt bis zur 75. Minute an, dann ging der wichtige Ruck durch die Mannschaft. Danach übernahmen Käpt´n Kolja Schlichte und seine Jungs wieder die Initiative, erspielten sich weitere Möglichkeiten und waren dem Sieg sehr nahe. Vor allem in der 88. Minute durch Felix Kaben (kam in nach 76 Minuten für Julian Brückner). Nach Vorlage Piet Behrens hatte unser Youngster freie Bahn, scheiterte aber an Sven Steingräber.
 
Unser Co-Trainer Sascha Strehlau direkt nach dem Spiel: "Kein Vorwurf an die Mannschaft, der Punktgewinn war mehr als verdient. Ich hätte den Jungs aber gegönnt, dass sie sich endlich mit dem ersten Sieg belohnen. Im Vorwege ist ein Unentschieden in Schilksee sicherlich nicht verkehrt. Aber eigentlich hätten wir hier gewinnen müssen. Auf der anderen Seite war es natürlich auch so, dass wir in der Phase nach dem Seitenwechsel vom Kopf her nicht anwesend waren und hier und da auch das nötige Glück hatten."
 
Es bleibt dabei: Wir haben unsere Ligatauglichkeit auch heute unter Beweis gestellt, jetzt fehlt lediglich noch die optimale Ausbeute.
 
Für uns geht es am kommenden Samstag wieder in die Landeshauptstadt. Unser Gastgeber dann ist der starke Mitaufsteiger Inter Türkspor Kiel. Anpfiff am Erich-Kästner-Weg ist um 15 Uhr.
 
19.08.2017
 
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Wir bestrafen uns selbst und warten weiter auf den ersten Sieg
 
Ein Schiedsrichter muss einen Freistoß nicht zwingend freigeben. Das sollten seit spätestens heute Abend alle Dornbreiter wissen. Es läuft die 86. Minute, Freistoß für die Gäste vom SV Eichede​. Torge Maltzahn legt sich den Ball zurecht. So dachte wenigstens unsere Hintermannschaft, die durch Keeper Przmyslaw Szymura noch gestellt wurde. Und schwupp, liegt der Ball im Tor. Maltzahns unvermutete Ausführung und Schlitzohrigkeit wurden belohnt. Es war der Ausgleich zum 3:3, dem dann noch zwei weitere Gegentore durch Eyke Kleine (88.) sowie Kolja Grant (90.) folgen sollten.
Schon die 90 Minuten davor hatten es über weite Phasen in sich. Früh waren wir gegen den SVE, der sich vor wenigen im DFB-Pokal gegen den 1. FC Kaiserslautern noch achtbar geschlagen hatte, im Spiel angekommen. Vorlage Marcel Dahm, Tor Bastian Henning (9.).
Doch auch Eichede kam auf, vor allem über Sergen Tarim auf der rechten Seite. Trotzdem, in der 24. Minute lag das 2:0 in der Luft. Maximilian Leischner setzt sich auf der linken Seite durch, seine Flanke findet den Weg zu Piet Behrens. Dessen Kopfballaufsetzer streicht um wenige Zentimeter am Tor vorbei. Gegenzug Eichede, wieder über Tarim. Der bedient Mats Facklam, was dieser freistehend zum Ausgleich nutzt.
Damit nicht genug, nur wenig später bewies Eichede Effektivität in Person von Evgenij Bieche (32.). Bis zur Pause spielte das Jaacks-Team die Führung clever herunter.
Bis zur 70. Minute war von beiden Seiten nicht viel zu sehen. Eichede schien das Ergebnis über die Zeit verwalten zu wollen. Es folgte die Einwechslung David Iwuohas. Mit seiner ersten Ballberührung traf er mitten ins Schwarze.
Und dann kamen die Blitze... Schiedsrichterin Mirka Derlin unterbrach auf Grund des herannahenden Gewitters für vier Minuten, es drohte der Abbruch. Aber es ging weiter; keine Minute zu früh, denn die einsetzende Dunkelheit beeinträchtigte die Sicht zunehmend.
Nicht aber unseren Torjäger Bastian Henning, dessen Teamkameraden ihn nach seinem von den meisten der 380 frenetisch gefeierten 3:2 erst weit in der eigenen Hälfte einholten und ihn gebührend unter sich begraben konnten.
Der Sieg war greifbar. Bis eben zur 86. Minute... Ein letztes Aufbäumen mit dem Unterlattentreffer Bastis (87.), dann war es vorbei.
Drei Spiele, die allesamt glücklicher hätten enden können. So aber stehst du anstatt mit fünf oder gar sieben Zählern mit einem einzigen da.
Alles Lamentieren ist jetzt müßig, am Samstag steht die nächste Auswärtshürde an. Und diese heißt TSV Schilksee. Anpfiff in Kiel ist um 15 Uhr
 
15.08.2017
 
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Zur Oberliga-Heimpremiere leider kein Punktgewinn

Unsere Heimpremiere in der Flens-Oberliga verlief leider nicht ganz nach unseren Vorstellungen. Trotz Aufbäumens in der zweiten Halbzeit unterlagen wir dem SV Todesfelde denkbar knapp mit 0:1 (0:1). Das einzige Tor des Tages erzielte Morten Liebert unmittelbar vor dem Pausenpfiff.

Trotz Dauerregens, der ein ansehnliches Spiel kaum zuließ, fanden immerhin gut 200 Fußballfreunde den Weg an den Steinrader Damm. Die Anfangsphase gehörte dabei den Gästen, durch Liebert in der zehnten Minuten zum ersten Torschuss kamen. Hier allerdings war unser Keeper Przemyslaw Szymura Endstation. Auch in den Minuten 18 und 22 hatten wir Glück, als sowohl Todesfeldes Geburtstagskind Cedric Szymczak als auch erneut Morten Liebert knapp verzogen.

Unsere Offensive trat erstmals in der 27. Minute in Aktion, als Bastian Henning frei vor SVT-Torwart Danny Schramm auftauchte, den Ball aber nicht unter Kontrolle brachte und Schramm somit nicht vor Probleme stellte.

Mit dem 0:0 sollte es eigentlich in die Kabinen gehen, allerdings waren die Gäste bis zum Ende den entscheidenden Tick wacher als wir. So war es wiederum Liebert, der den letzten Torschuss der ersten Hälfte erfolgreich und ohne Chance für Przemyslaw "Hans" Szymura erfolgreich unterbrachte. Ob es direkt zuvor ein Foul an FCD-Kapitän Kolja Schlichte gab, sei dahingestellt.

Keine Frage, die Großchance unseres Maximilian Leischners direkt nach dem Wiederanpfiff hätte dem Spiel eine andere Wendung geben können. Doch auch Danny Schramm beherrscht sein Metier und parierte glänzend. Aber davon abgesehen war der FCD jetzt im Spiel und präsentierte sich viel engagierter und druckvoller als noch zuvor.

Das Geschehen spielte sich jetzt meistens in der Todesfelder Hälfte ab, der finale Pass blieb dabei in der Regel aber meistens aus. Kritisch die Szene in der 65. Minute, als Marcel Venzke nach einem Flankenball weggedrückt wurde, der Elfmeterpfiff jedoch ausblieb. Doch auch der SVT forderte kurz darauf auf der anderen Seite vergeblich einen Strafstoß.

Alles in allem hätte der Ausgleich fallen können, wobei sich die Todesfelder Hintermannschaft kaum eine Blöße gab. Das galt auch für unsere Innenverteidigung, sodass es über das ganze Spiel gesehen nur zu wenigen Torchancen kam. Die größere Oberliga-Erfahrung war letztlich mit entscheidend für das knappe Ergebnis.

Jetzt gilt es, die durchaus guten Phasen mit in die nächsten Spiele zu nehmen. Anfangen können unsere Jungs damit bereits am kommenden Dienstag, wenn um 18.45 Uhr der SV Eichede im Nachholspiel zu Gast am Steinrader Damm ist. Diese Partie wurde auf Grund des heutigen Pokalspiels des SVE gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern auf der Lübecker Lohmühle verlegt. Hier verlor der SVE mit 0:4.

12.08.2017

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Vielleicht war sogar noch mehr drin - Auf das 2:2 zum Flens-Oberliga-Auftaktlässt sich jedenfalls aufbauen 

Schade, mit ein wenig mehr Glück hätte es für unsere Jungs zum ersten Oberligasieg seit dem 14. März 2015 (2:1 gegen TuRa Meldorf) reichen können. Über die gesamten 90 Minuten Spielzeit geht das 2:2 (1:1) beim PSV Union Neumünster aber in Ordnung.

Die zweijährige Oberliga-Abstinenz war in den Anfangsminuten deutlich zu spüren. So erspielten sich die zunächst robuster auftretenden Gastgeber die vielversprechenderen Anteile. Die Führung durch Patrick Fürst fiel nicht ganz überraschend, wobei die Situation zuvor bereits geklärt schien.

Die Neumünsteraner Zuschauer staunten aber nicht schlicht, dass sich der kleine Lübecker Stadtteilverein nicht einschüchtern ließ. Ganz im Gegenteil, der Druck auf das PSV-Tor nahm zu. So lag der Torschrei bereits nach knapp 25 Minuten auf den Dornbreiter Lippen. Leider strich der Schuss von Piet Behrens hier noch knapp am Tor vorbei.

Der mittlerweile verdiente Ausgleich fiel in der 32. Minute. Eckball Piet Behrens, unser Käptn Kolja Schlichte nutzte die Unordnung in der gegnerischen Mannschaft und kopfte ungehindert zum 1:1 ein. Bis zur Pause leichte Vorteile für unseren FCD, das Unentschieden nach exakt 45 Minuten war aber okay.

Wir wissen nicht, was im weiteren Spielverlauf passiert wäre, wenn Piet Behrens seinen Alleingang in der 50. Minute mit ein wenig mehr Glück abgeschlossen hätte. So aber traf Piet nur die Unterlatte. Diese Aktion leitete trotzdem die beste Phase unseres Spiels ein. Spielerisch präsentierte sich der FCD überlegen und setzte mehrfach zu gefährlichen Angriffen an. Mit dem Höhepunkt in der 57. Minute, als David Senghore einen Zweikampf am Mittelkreis gewann und mit einem Pass auf Felix Kaben unser 2:1 einleitete. Felix´ Flanke fand den präzisen Weg in den Lauf Maximilian Leischners. Perfekte Annahme, perfekter Abschluss: Unhaltber für Philipp Reinhold schlug der Ball im Netz ein.

Keine Frage, danach hätten wir den berühmten Sack zu machen können. Doch je näher die Schlussphase heranrückte, desto größer wurde der Druck auf unser Tor. So entstand der Ausgleich durch Marc Barck ebenfalls unnötig, kam aber folgerichtig.

Gemessen an der Klarheit der Torchancen wäre ein FCD-Sieg ohne Frage möglich gewesen, doch für das erste Spiel nach dem Aufstieg waren sowohl Auftritt als auch Ergebnis aller Ehren wert.

Erstes Fazit von Trainer "Schotte" Warnick: "Wenn wir das 3:1 machen, ist Neumünster erledigt. Zum Schluss hatten wir allerdings Glück. Wenn Marvin Worreschck in der 89. Minute nicht vor der Linie klärt, steht es plötzlich 2:3. Vom Gesamtbild her sind wir sehr zufrieden."

Vielen Dank für die zahlreiche und lautstarke Unterstützung vor Ort. Für uns geht es am kommenden Samstag zu Hause am Steinrader Damm weiter gegen den SV Todesfelde. Anpfiff ist um 15 Uhr.

05.08.2017

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Erfolgreiche Meister-der-Meister-Premiere - Zumindest vom Ergebnis her

Eines hatte uns unser heutiger Gegner voraus: Während es für uns Dornbreiter der erste Auftritt im Cup "Meister der Meister" war, kam die zweite Mannschaft des Ratzeburger SV bereits in der Saison 2014/15 als damaliger Titelträger der Lauenburger Kreisklasse A in diesen Genuss. Damals war nach der 2:4-Niederlage beim TuS Wakendorf-Götzberg schon in Runde eins Schluss. Auch jetzt zog das Team vom "Riemann" als A-Klassenmeister in dieses Turnier ein und war folgerichtig gegen uns als Oberliga-Aufsteiger klarer Außenseiter.

Es waren nicht unbedingt die Kanonen, mit denen unsere Jungs auf Spatzen geschossen haben (so im Vorfeld von unseren Freunden aus Ratzeburg befürchtet). Auch das Gerücht über die besoffene Losfee konnten wir nicht ergründen :). Wie dem auch sei: Nach 90 Minuten reichten dann auch 22 und ein paar mehr Füße beziehungsweise Köpfe, um die zweite Runde zu erreichen.

Die erste Halbzeit verlief mit vier schnellen Toren nach Plan; dagegen war der Gegentreffer Bjarne Heyers kurz nach Wiederanpfiff nicht unbedingt eingeplant, sorgte dafür aber für umso mehr Ausgelassenheit im Ratzeburger Lager. Folglich bewies Trainer Kolander Stoltenberg bei der Einwechslung Heyers ein gutes Händchen.

Die Erkenntnis unseres Co-Trainers Sascha Strehlau nach der Generalprobe für den Oberligastart beim PSV Neumünster am Samstag: "Die erste Halbzeit war okay, die zweite nicht zufriedenstellend. Wir hatten eine hohe Fehlpassquote und keine klaren Torchancen herausgespielt. Wir müssen noch hart arbeiten!"

Die Torfolge in der Übersicht: 0:1 Jonathan Marschner (2.), 0:2 Torben Beyer (6. Foulelfmeter), 0:3 Norman Bierle (15.), 0:4 Norman Bierle (35.) - 1:4 Bjarne Heyer (50.), 1:5 Julian Brückner (80.)

02.08.2017